Anbieter: Sekthaus Griesel & Compagnie

Rosé Apfel Brut – 2020

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Inhalt
Menge

Beschreibung

Rosé Apfel Brut 2020 von Wiesen saftig und trocken gebaut

Rosé Apfel Brut 2020 von Wiesen ist ein rosafarbener Apfelschaumwein von der Hessischen Bergstraße, entstanden in klassischer Flaschengärung. Vierundzwanzig Monate lag er auf der Hefe. Seine Farbe stammt aus spontan vergorenem Johannisbeersaft und nicht aus einer Zuckerlösung.

Rosé Apfel Brut 2020 ist der rosafarbene Obstschaumwein von Wiesen aus Bensheim, gekeltert aus regionalen Äpfeln mehrerer Sorten. Behandelt wurde er mit jener Geduld, welche sonst den Grundweinen für Winzersekt zusteht. In der 0,75-Liter-Flasche stehen 8,7 Prozent Alkohol, also spürbar weniger als in einem Sekt aus Trauben.

Roter Apfelmost Johannisbeere und ein herber Zug

Im Glas steht ein helles Lachsrosa und kein greller Bonbonton. Zuerst kommt der Most reifer Äpfel, wie er frisch aus der Presse riecht, und erst danach schiebt sich die süßsaure Johannisbeere hervor, rot und schwarz zugleich in einem Duft. Die Perlage bleibt fein und stellt sich dem Trinkfluss nirgends in den Weg.

Trocken wirkt er trotz aller Beerenfrucht, weil die Säure der Johannisbeere die Süße kurz hält. Zu kalt eingeschenkt legt sich der Frucht allerdings ein Deckel auf, weshalb er ein paar Grad über der Kühlschranktemperatur deutlich mehr von sich preisgibt als direkt aus der Tür.

Wassermelone mit Schafskäse ist sein sommerliches Gegenüber, ein Tomatensalat mit Burrata steht ihm ebenso gut, und gebeizter Saibling bekommt von ihm jenen frischen Zug, welchen sonst eine Zitronenscheibe liefern müsste. Zu Süßem taugt er dagegen wenig, weil ihm dafür schlicht der Zucker fehlt.

Die Dosage kommt aus dem Beerensaft

Beim Degorgieren fährt der Hefepfropf aus dem Flaschenhals, und was dabei an Flüssigkeit verloren geht, wird wieder aufgefüllt. Diese Auffüllung heißt Dosage und besteht üblicherweise aus einer Zuckerlösung oder, bei Obst, schlicht aus Apfelsaft.

Niko Brandner nimmt dafür spontan vergorenen Saft von roter und schwarzer Johannisbeere, wodurch Farbe und Frucht in einem einzigen Handgriff hereinkommen. Eine Standzeit auf der Beerenschale braucht es dazu nicht, denn die Beere tritt erst ganz am Schluss auf.

Spontan vergoren heißt dabei, dass auch dieser Saft bereits durch eine Gärung gegangen ist und keinen rohen Zucker mitbringt. Etwas mehr Restsüße bleibt trotzdem zurück als beim Ancestral mit Hopfen, dessen Fruchtzucker restlos durchgearbeitet ist.

Zweite Gärung im Glas mit Rütteln und Degorgieren

Der fertig vergorene Apfelwein geht mit Hefe und etwas Zucker auf die Flasche, wo eine zweite Gärung anläuft. Sie erzeugt jene feine Kohlensäure, welche später im Glas an die Oberfläche steigt. Genau so entsteht im selben Keller auch der Winzersekt aus Trauben.

Vierundzwanzig Monate ruht der Rosé danach auf der Feinhefe, bevor gerüttelt wird und die Flaschen in ihren Pulten über Wochen hinweg Stück für Stück auf den Kopf wandern. Am Ende sitzt die Hefe im Flaschenhals und wird beim Degorgieren in einem Zug hinausbefördert.

Vergoren wurde der Most zuvor spontan in Barriques verschiedenen Alters, ohne dass eine Zuchthefe den Ton vorgegeben hätte. Weil der Druck von Flasche zu Flasche schwankt, will der Verschluss langsam gelöst werden. Daneben steht der Rosé aus dem Jahrgang 2018, welcher zwei Erntejahre mehr hinter sich hat und deshalb ruhiger auftritt, und weitere Flaschengärungen warten im selben Regal.