Anbieter: Brennerei Ehringhausen

Orangengeist

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Inhalt
Menge

Beschreibung

Orangengeist aus den Schalen sizilianischer Bio-Orangen

Der Orangengeist der Brennerei Ehringhausen fängt die ätherischen Öle aus der Schale sizilianischer Bio-Orangen ein. Vollfruchtig und feinherb bei 40 % vol, gebrannt auf der Basis von hauseigenem Korn. Kein Likör, kein Zucker.

Orangengeist ist ein Destillat aus Orangenschale und damit etwas anderes als ein Obstbrand, denn Zitrusfrüchte lassen sich nicht sinnvoll vergären. Die Schalen werden in mildem Kornbrand angesetzt, der aus heimischem Getreide stammt, und anschließend gebrannt. Was bleibt, ist die Orange in ihrer konzentrierten Form.

Vollfruchtig, saftig, würzig

In der Nase steht reife Orange, dicht und warm, dazu die harzige Schärfe, die beim Aufreißen einer Schale in die Luft springt.

Am Gaumen wird er vollfruchtig und breiter als sein zitroniger Bruder, mit einer feinherben Kante im Abgang. Genau diese Herbe unterscheidet ihn von allem, was als Orangenlikör im Regal steht. Duftig, harzig, würzig bleibt er lange stehen, ohne süß zu werden.

Die Bitterkeit kommt aus der Schale selbst, in der neben den ätherischen Ölen auch Bitterstoffe sitzen. Beim Zitronengeist muss man sie meiden, hier darf ein Hauch davon bleiben, denn er gibt der Süße der Frucht einen Gegenspieler. Fruchtig und feinherb zugleich, das ist der ganze Trick.

Das Aroma sitzt in der Schale

Wer eine Orange schält, hat es schon gerochen, denn beim Biegen der Schale platzen winzige Öldrüsen auf.

Genau dieser Duft ist der Rohstoff. Er sitzt ausschließlich in der äußeren, farbigen Schicht, während Saft und Fruchtfleisch für einen Geist nichts beitragen. Deshalb landet auch hier nur die Schale im Ansatz, und deshalb kommt es auf die Qualität der Frucht so sehr an.

Die Orangen stammen aus Sizilien, wo die Sonne die Öldrüsen dichter füllt als in kühleren Anbaugebieten. Die Basis dagegen bleibt westfälisch, denn der milde Korn dafür kommt aus heimischem Getreide von den eigenen Feldern. Süden und Norden in einer Flasche, wie Theres und Georg ihre Geiste ohnehin gern anlegen.

Das Haus stellt seinen Geisten drei Grundsätze voran, und sie stehen dort sogar durchnummeriert von N° 01 bis N° 03. Eine gute Basis, Sorgfalt bei den Früchten, und Hingabe. Der letzte Punkt klingt beiläufig, ist in Wahrheit aber der teuerste, denn ein Ansatz lässt sich nicht beschleunigen. Jede Frucht gibt ihr Aroma in ihrem eigenen Tempo ab, und wer zu früh abzieht, bekommt dünnes Zeug.

Zu Schokolade und in die Winterküche

Serviere ihn bei 16 bis 20 Grad im schlanken Grappaglas, als Aperitif oder nach dem Essen.

Orange und Schokolade sind ein altes Paar, und dieser Geist macht daraus ein sehr erwachsenes. Eine dunkle Tafel aus unserer Schokoladen-Auswahl ist sein Gegenüber, ebenso Mandelgebäck oder ein Stück Orangenkuchen. Wenn du im Winter Rotkohl oder einen Braten mit Orange kochst, gibt ein Spritzer davon zum Schluss mehr Frucht als jeder Schalenabrieb.

Auch über Vanilleeis macht er Freude, und in einen Espresso gegeben verwandelt er ihn in etwas, wofür man sich Zeit nimmt. Heller und spitzer wird es mit dem Zitronengeist, dunkler und herber mit dem Schlehengeist.

Die 200 ml der Flasche reichen dabei weiter, als man denkt, denn von einem Geist schenkt man 2 cl ein und nicht mehr. Er ist kein Getränk für den Durst, sondern eines für den Moment danach.

Gebrannt wird in Werne, wo die Familie seit 1962 arbeitet und die Geschwister den Betrieb seit 2012 in dritter Generation führen. Orange und Korn, das muss man erst einmal zusammendenken.

Bio Kontrollstelle DE-ÖKO-005 – EU-Landwirtschaft