Anbieter: Brennerei Ehringhausen

Dinkelkorn holzfassgelagert

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Beschreibung

Dinkelkorn aus dem Bourbonfass mit Vanille und Holz

Der holzfassgelagerte Dinkelkorn der Brennerei Ehringhausen reift in ehemaligen Bourbonfässern und bekommt dort Vanille, Karamell und eine feine Holznote. Derselbe Bio-Korn wie der klare Bruder, nur mit Jahren im Eichenholz dahinter.

Ein holzfassgelagerter Dinkelkorn ist ein Korn, welcher nach dem Brennen nicht sofort in die Flasche geht, sondern im Eichenfass ruht. In Werne übernehmen das ehemalige Bourbonfässer. Im Holz liege der Schlüssel, so Theres und Georg über diesen Brand, und man schmeckt, dass sie damit nicht übertreiben. 32 % vol, aus Dinkel und Gerstenmalz aus ökologischem Anbau.

Vanillig, malzig, gereift

In der Nase steht warme Vanille, dahinter Karamell und ein Hauch Kokos, wie ihn amerikanische Eiche gern mitbringt.

Am Gaumen bleibt das Malz des Dinkels erkennbar, aber es hat Gesellschaft bekommen. Holzig, fruchtig, samtig legt sich der Brand auf die Zunge, und der Abgang trägt eine leichte Süße, die aus dem Fass kommt und nicht aus der Zuckerdose. Zugesetzt werden darf einem Korn ohnehin nichts.

Golden steht er im Glas, ein paar Nuancen dunkler als klarer Korn, aber weit entfernt von der Farbe eines Whiskys. Das sagt schon, worum es hier geht: nicht um Verwandlung, sondern um Verfeinerung.

Warum ausgerechnet Bourbonfässer

Bourbon muss in den USA per Gesetz in neuen, ausgebrannten Eichenfässern reifen, weshalb jedes Fass dort nur ein einziges Mal verwendet werden darf.

Danach werden die Fässer verkauft und gehen um die halbe Welt. Für einen Brenner ist das ein Glücksfall, denn ein einmal belegtes Fass gibt Aroma ab, ohne den Brand mit Holz zu erschlagen. Ein neues Fass würde einen milden Korn schlicht überfahren.

Beim Ausbrennen karamellisiert der Zucker im Holz, und aus dem Lignin der Eiche löst sich Vanillin. Genau daher stammen Vanille und Karamell im Glas, ohne dass irgendjemand nachhelfen müsste. Je länger der Brand liegt, desto mehr davon nimmt er auf, und desto weicher wird er.

Warum daraus kein Whisky wird, ist eine berechtigte Frage. Whisky verlangt gemälztes Getreide und mindestens drei Jahre im Fass, ehe er sich so nennen darf. Ein holzfassgelagerter Korn muss gar nichts davon, er darf. Deshalb bleibt hier das Getreide im Vordergrund und das Holz eine Beigabe, während beim Whisky die Verhältnisse meist umgekehrt liegen.

Dieser holzfassgelagerte Dinkelkorn steht damit genau zwischen den Stühlen, und das ist seine Stärke. Wer Whisky mag, findet Vertrautes. Wer Korn mag, verliert nichts.

Dreimal ausgezeichnet, zuletzt mit Gold

Als Aperitif oder Digestif bei 16 bis 20 Grad servieren, gern im bauchigen Cognacglas, dann zeigt sich das Fass von seiner freundlichen Seite.

Pur und langsam getrunken gibt er den Ausklang eines langen Essens, zu dessen Auftakt der klare Dinkelkorn gepasst hätte. Er verträgt sich mit dunkler Schokolade, mit Bratapfel und mit einem Stück kräftigem Käse. Zum Mischen ist er zu schade, dafür steht der klare bereit.

Die Jurys sahen das ähnlich und zeichneten ihn dreimal aus, 2018 mit Silber, 2020 und 2022 jeweils mit Gold. Gebrannt und gelagert wird in Werne, wo Heinrich Glitz und Anneliese Ehringhausen 1962 anfingen und wo Theres und Georg den Betrieb seit 2012 in dritter Generation führen. Dass hier Eiche im Spiel ist, hat übrigens Familientradition: Der Ururgroßvater pflanzte seinerzeit einen ganzen Eichenwald.

Was sonst noch im Fass liegt, findest du im Sortiment der Brennerei Ehringhausen, und weitere Flaschen dieser Art in unserer Korn-Auswahl.

Aus gutem Holz, wie das Haus seinen Brand selbst überschreibt. Dem ist wenig hinzuzufügen.

Bio Kontrollstelle DE-ÖKO-005 – Deutsche Landwirtschaft