Anbieter: Altes Gewürzamt
Curry Kashmir
Beschreibung
Curry Kashmir vom Alten Gewürzamt, dunkel und kräftig
Curry Kashmir vom Alten Gewürzamt ist die kräftig geröstete Currymischung des Hauses, aufgebaut auf Kurkuma, Chili, Koriander und Bockshornklee. Seine dunkle Tiefe hält im Schmortopf ausdauernd durch und passt zu Gemüsecurry, Linsen-Dal und herzhaften Eintöpfen.
Curry Kashmir ist eine Mischung aus sechzehn Gewürzen vom Alten Gewürzamt aus Klingenberg am Main, lange geröstet und deutlich schärfer als die hellen Geschwister. Zitwerwurzel, langer Pfeffer und Schwarzkümmel geben ihm Kanten, während Macis und Zimtblüten es weich abrunden.
Dunkel, würzig, mit langem Atem
Aus der geöffneten Dose steigt ein dunkler, fast erdiger Duft auf, in dem die kräftige Röstung sofort zu erkennen ist.
Im Schmortopf entfaltet sich das Kashmir langsam und bleibt bis zum letzten Löffel: tiefgründig, würzig, vielschichtig. Der hohe Chilianteil bringt eine deutliche Schärfe mit, die eher wärmt als brennt und sich erst nach einigen Gabeln vollständig zeigt.
Chili steht an zweiter Stelle und damit weiter vorn als im hellen Jaipur. Dass die Schärfe trotzdem niemals sticht, verdankt das Kashmir dem gemahlenen Kurkuma davor. Das getrocknete Rhizom bringt Erde mit, eine leichte Bitterkeit und jenes tiefe Gelb, das jede Sauce sofort einfärbt.
Die heimliche Besonderheit ist die Zitwerwurzel, der man in einer Currymischung selten begegnet. Als nahe Verwandte von Kurkuma und Ingwer schmeckt sie harziger und bitterer als beide und war in Europa einmal weit geläufiger als heute. Ihr fast kampferartiger Grundton gibt dem Kashmir seine Eigenart.
Im Linsen-Dal und im Gemüsecurry
Die herzhafte, vegetarische Küche ist sein Zuhause, denn Hülsenfrüchte, Ofengemüse, Reis und Eintöpfe tragen diese dunkle Würze mühelos. Ergiebig ist das Kashmir obendrein, sodass ein gehäufter Teelöffel für vier Portionen genügt.
Im roten Linsen-Dal mit Tomate und Kokosmilch findet die Tiefe ihren Platz, und Ofengemüse mit Kichererbsen kommt ebenso gut damit zurecht. Dass ausgerechnet Linsen so gut passen, hat einen botanischen Grund, denn Bockshornklee ist selbst eine Hülsenfrucht und trifft im Topf auf Verwandtschaft.
In Indien wandert Currypulver oft erst zum Schluss ins Gericht. Zwei Esslöffel Butterschmalz werden erhitzt, das Kashmir kommt hinein, nach zwanzig Sekunden duftet die ganze Küche, und das Ganze geht über das fertige Dal. Den milden Gegenpart dazu bildet das Curry Mumbai, das mit ähnlicher Grundidee erheblich sanfter würzt.
Kräftig geröstet im Alten Gewürzamt
Die dunkle Tiefe entsteht in der Pfanne, denn je länger und heißer die Gewürze rösten, desto vollmundiger fällt das Aroma später aus. Genau diese lange Röstung trägt das Alte Gewürzamt in jede Dose.
Beim Rösten geschieht dasselbe wie beim Brotbacken, denn Zucker und Eiweißbausteine der Samen verbinden sich unter Hitze zu neuen, dunklen Aromastoffen. Der Grat ist schmal, und ein paar Sekunden zu viel lassen den Bockshornklee ins Bittere kippen. Wer einmal Samen in der trockenen Pfanne beobachtet hat, kennt den Moment, in dem aus nussig herb wird.
Auch der lange Pfeffer sitzt hier weiter vorn als in den Geschwistern, nämlich an zehnter Stelle. Die kleinen, zapfenförmigen Fruchtstände kamen in Europa früher in Gebrauch als die schwarze Beere, sie schmecken süßlicher und schieben ihre Schärfe erst mit Verzögerung nach.
Das Kashmir wartet im Alten Gewürzamt in der Curry-Auswahl, und wie breit dieses Haus sonst noch mischt, zeigt das Sortiment vom Alten Gewürzamt.



